
Als eine Art
irdisches Paradies, umspült von den immer warmen Fluten des Indischen
Ozeans, gesegnet mit einer üppigen tropischen Vegetation, seinem
Reichtum an Perlen, Edelsteinen und Gewürzen, so haben fremde
Besucher die exotische Insel an der Südspitze des Indischen Subkontinents
im Laufe vieler Jahrhunderte immer wieder erlebt und beschrieben:
Ceylon, das als Republik seit
1972 wieder den historischen Namen Sri Lanka führt, was soviel
bedeutet wie "glückliches Lanka", "strahlende
Schöne". Dem Reisenden von heute ist das ferne Paradies
nähergerückt: nur zehn Flugstunden trennen es von Mitteleuropa.Weiße
Traumstrände und Hochgebirge- die Vielfalt grandioser Natureindrücke
auf einem Raum, der etwa der Größe Bayerns entspricht,
dazu die buddhistischen Zeugnisse der alten singhalesischen Kultur,
die in der Gegenwart weiterlebt in prunkvollen Festen und archaischen
Zeremonien, das alles macht diese Insel zu einem der begehrtesten
Fernziele des modernen Tourismus, einem wahrhaften Ferienparadies.

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So
sehr der Tourismus auch an Bedeutung zugenommen hat, Sri Lanka ist weiter
ein Agrarland. Reis steht an erster
Stelle, aber noch immer reicht die Produktion der beiden Ernten nicht
aus. Es muß weiter importiert werden. Während der Kolonialzeit
ist der Reisanbau ins Hintertreffen geraten, heute wächst die Bevölkerung
schneller als die Anbaufläche. Dem Wechsel der Monsunregen angepaßt,
wird zweimal angebaut und geerntet. Steht das Wasser nach den ersten
Regen auf den Feldern, pflügen die Bauern den Morast meist mit
Wasserbüffelgespannen, oft genug aber auch nur mit der Hacke, wobei
sie nicht selten bis zum Brustkorb in der schlammigen Brühe stehen.
Vorgezogene Jungpflanzen werden angepflanzt und die Felder bis nach
derReisblüte ständig unter Wasser gehalten. Dann läßt
man sie trockenfallen.
  
  

Sri
Lanka und Tee, mehr noch Ceylon und Tee, sind für viele fast so
etwas wie Synonyme geworden. Auch wer noch nie etwas von Sri Lanka gehört
hat,dem ist doch der Begriff Ceylon Tea
bekannt. Tatsächlich ist Sri Lanka nach China, Indien und Kenia
der Welt größter Teehersteller. Doch China produziert fast
ausschließlich für den heimischen Markt, und auch die indischen
Tee-Exporte sind in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen,
so daß Sri Lanka, das rund 90% seiner Teeproduktion ausführt,
derzeit für das begehrte Produkt gute Preise erzielt.
  
Die
Bergfeste Sigiriya >Wolkenmädchen <
Hier
sind die weltbekannten Sigiriya- Fresken erhalten, das wichtigste Zeugnis
alter singhalesischer Malkunst. Neben der Bewunderung für die frei
gemalten erotischen Frauendarstellungen erstaunt vor allem, wie die
Bilder in dem tropischen Klima annähernd 1500 Jahre überdauern
konnten. Es handelt sich um Tempera-Malereien mit einer witterungsfesten
Grundsubstanz aus pflanzlichem Bindemittel und Öl, der die Farben
beigemischt wurden.


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